Aktuelle Studien

Unsere Forschergruppe des Lübecker Universitätsklinikums führt mit den Abteilungen Neuroradiologie und Kinderonkologie derzeit eine interdisziplinäre Forschungsarbeit zum chronischen Müdigkeitssyndrom nach einer Krebserkrankung durch.

Probanden sind junge Erwachsene, die im Kinder- und Jugendalter eine Krebserkrankung durchgestanden haben und nun von dem Krebs befreit (also rezidivfrei) sind. Ein Großteil leidet jedoch an chronischer Müdigkeit und Erschöpfung („post cancer fatigue“), was vermutlich eine bisher unerklärte Spätfolge der Erkrankung und/oder der Krebstherapie ist. Hierdurch sind die betroffenen Patienten im Alltag bishin zur Erwerbsunfähigkeit sehr eingeschränkt. Diese Beschwerden sind psychisch zusätzlich sehr belastend, weil sie nur schwer objektivierbar sind, und somit für die Patienten als sehr stigmatisierend empfunden werden („Reiß Dich mal zusammen, Du bist doch jetzt gesund!“).

Wir untersuchen nun mittels moderner biostatistischer und neurowissenschaftlicher Methoden, welche Risikofaktoren bei der Entstehung dieser Symptomatik eine besondere Rolle spielen und welche strukturellen und funktionellen Hirnveränderungen mit dem post cancer fatigue einhergehen.

Pharmakologische oder psychotherapeutische Interventionen sind oftmals nicht ausreichend wirksam. Daher plane ich zusätzlich einen therapeutischen Studienarm mit der bioenergetischen impilo-Methode, da die Energetisierung des gesamten Körpers auf zellulärer Ebene einen sehr vielversprechenden Therapieansatz beim post cancer fatigue darstellt. Die bioenergetischen Behandlungseffekte sollen wissenschaftlich erforscht und statistisch belegt werden. Nur wenn die „alternativen Heilmethoden“ den Ansprüchen und Standards der „evidenz-basierten“ Wissenschaft gerecht werden und sich unabhängig überprüfen lassen, sind sie für alle nachvollziehbar und können langfristig in das bestehende Gesundheitssystem aufgenommen werden.